Einmalige Chance: Nationalpark Rothaarkamm

Aktuell besteht die Möglichkeit, dass Siegen-Wittgenstein zur zweiten Nationalpark-Region in Nordrhein-Westfalen ausgerufen werden kann. Die Landesregierung hatte in ihrem Koalitionsvertrag vereinbart, dass neben dem Erfolgsmodell Nationalpark Eifel ein weiterer Park dieser höchsten Schutzgüte in NRW etabliert werden soll. Die landeseigenen Flächen in Siegen-Wittgenstein entlang des Rothaarkamms im Bereich der Kommunen Bad Laasphe, Erndtebrück, Hilchenbach und Netphen umfassen etwa 4.300 Hektar Staatswaldfläche sowie 338 Hektar Privatwald, den die Dieter Mennekes Umweltstiftung (DiMUS) in die Nationalparkkulisse einbringen möchte.

Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat im März einen öffentlichen Beteiligungsprozess gestartet und mittlerweile aus den hunderten eingegangenen Fragen einen breitgefächerten Antwortenkatalog erstellt, der auf der Homepage abrufbar ist: Projekt „Nationalpark Rothaarkamm“ / Kreis Siegen-Wittgenstein

Am 13. November 2026 entscheidet der Kreistag darüber, ob sich Siegen-Wittgenstein als Nationalpark-Region bewerben wird.

Die AG Rothaargebirge unterstützt das Vorhaben und setzt sich aktiv für einen Nationalparkprozess ein. Das Gebiet entlang des Rothaarkamms als bedeutende Wasserscheide und Quellgebiet von Flüssen wie Eder, Lahn und Sieg bietet sehr gute Voraussetzungen für eine Ausweisung als Nationalpark. Die vornehmlich sauren Böden sind optimal für die Waldbildung. Hier finden sich noch alte Buchenbestände mit einem hohen Totholzanteil – diese Entwicklung könnte sich durch eine Unter-Schutz-Stellung als Nationalpark optimal fortsetzen. Die zahlreichen Quellgebiete bieten besondere Lebensräume für eine immer mehr unter Druck geratene Natur. Auwälder mit Erle, Esche und Weide; Schlucht- und Hangmischwälder mit Ulme, Ahorn, Silberblatt und Wald-Ziest; Hainsimsen-Buchenwälder und sogar sehr selten gewordener Moorwald sind in der vorgesehenen Kulisse noch vorhanden. Selbst die etwa 1.000 ha Kalamität als Resultat aus den Dürrejahren mit daraus folgendem Käferbefall bieten mittlerweile einen Mix aus Offenland, Verbuschung und einer neuen Waldgeneration.

Nach dem Motto „Natur Natur sein lassen“ hätten wir im Nationalpark die Gelegenheit zu beobachten, wie sich der Wald von selbst entwickelt. Im Nationalpark gäbe es neben einer solchen Kernzone (Wildnis) auch eine Pflege- und Entwicklungszone. Ein ganz wichtiger Pluspunkt einer Ausweisung als Nationalpark wäre auch die überregionale Biotop-Vernetzung. Für die Ausgestaltung und Unterhaltung eines Nationalparks Rothaarkamm würde das Land NRW finanziell aufkommen. Eine Win-Win-Situation für den gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein.

Gemeinsam mit den Naturschutzverbänden BUND, NABU und DiMUS haben wir uns in der Arbeitsgemeinschaft Pro-Nationalpark Rothaarkamm zusammengeschlossen, um mit vereinten Kräften für unsere wunderbare Natur zu kämpfen. Alle Informationen finden Sie unter Home – Pro Nationalpark Rothaarkamm

Bitte unterstützen Sie auch unsere Petition, damit die Kreistagsmitglieder, die am 13.11.2026 über eine Nationalpark-Bewerbung entscheiden, auch Ihre Stimmen wahrnehmen können. Vielen Dank! Nationalpark Rothaarkamm – jetzt! – Online-Petition

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