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Corona- Pandemie

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In eigener Sache:

Den Naturpark Rothaargebirge gibt es nicht mehr.  Durch Zusammenlegung der Naturparke Rothaargebirge, Homert und Ebbegebirge zum Naturpark Sauerland-Rothaargebirge war auch der Name unseres Vereins nicht mehr richtig. Wir haben deshalb "Naturpark" aus dem Vereinsnamen gestrichen. Unser Wirkungskreis war auch in der Vergangenheit nicht auf das Gebiet des Naturparks beschränkt, sondern auf das Kreisgebiet Siegen- Wittgenstein und das Rothaargebirge. Auf eine Ausweitung unseres Aktionsraumes auf alle Gebiete des neuen Naturparkes haben wir bewusst verzichtet. Unsere Stärke liegt im Wissen und Handeln unserer Mitglieder vor Ort. Beurteilungen in Natur- und  Landschaftsschutzangelegenheiten nur "nach Aktenlage" sind uns vollkommen fremd - und das soll auch so bleiben!

Regelmäßig lässt sich der Erndtebrücker Rat über den Sachstand zum Bau der Ortsumgehung berichten. Dabei scheint die Erwartung der Ratsmitglieder sehr von „alternativen Fakten“ geprägt zu sein. Wir möchten daher einige wichtige Aspekte ins rechte Licht rücken.
 

Bedarf
Die Ortsumgehung Erndtebrück war kurz vor der Diskussion des Bundesverkehrswegeplans 2030 als nicht bauwürdig eingestuft worden, weil das Nutzen-/ Kosten-verhältnis kleiner als 1 war. Dazu muss man wissen, dass der Nutzen sehr großzügig bewertet wird, die Kosten kleingeredet werden und die Schäden an Natur und Umwelt rechnerisch überhaupt nicht erfasst werden.Nur durch Tricksereien des heimischen CDU-MdB Volkmar Klein mit dem Staatssekretär Ferlemann vom BMVI wurde ein Weg gefunden, die OU doch noch in den vordringlichen Bedarf einzuordnen.
Von den 40.000 Wittgensteinern benutzen täglich ca.2.400 die B 480, ca 7.700 die B 62 zwischen Schameder und Erndtebrück. Zuzüglich der 2.100 Kfz. aus Richtung Birkelbach befahren ca.12.300 Kfz. die B 62 an der Ortseinfahrt im Norden von Erndtebrück. Die B 62 wird zwischen Erndtebrück und Lützel von ca. 5.800 Kfz. benutzt, die L 720 nach Benfe von knapp 1.400.

Hieraus ergibt sich ganz klar, dass der Verkehr im Zentrum von Erndtebrück zum größten Teil Ziel- und Quellverkehr ist, der sich durch eine Ortsumgehung kaum verringern lässt.

Diese amtlichen Zahlen (Stand 2015) sind seit Jahren rückläufig, ebenso nimmt in allen Wittgensteiner Kommunen die Bevölkerungszahl ab. So musste der Rat aus berufenem Munde zur Kenntnis nehmen: „Wenn es uns nicht gelingt, die Straße bis 2030 fertigzustellen, wird sie schon aus demografischen Gründen nicht mehr gebaut werden.“ Mit anderen Worten: Lasst uns schnell noch eine Straße bauen, denn wenn sie fertig ist, wird sie nicht mehr gebraucht werden.

Angebliche Verkehrsbehinderungen durch Staus
Auf der B 62 / B 508 gibt es zwischen Erndtebrück und Hilchenbach bzw. Netphen keine Staus, es sei denn, durch gelegentliche Verkehrsunfälle oder Baustellen, z. B. bei der Hangsicherung an der B 62. Die aktuellen Verkehrsbehinderungen haben mit einem Neubau einer B 62 / B 508 nicht das Geringste zu tun.

kreuzung(Auch kein Stau und unfaßbar lärmarm: Wanderwege nach Wittgenstein)

Planungsabläufe

Der Landesbetrieb Straßen NRW unterrichtet regelmäßig die „Träger öffentlicher Belange“, z. B. die Naturschutzverbände und die Kommunen, über den Stand der Planung.

Hierfür gibt es genaue gesetzliche Vorgaben, z. B. für die Umweltverträglichkeitsprüfung, die Erfassung von geschützten und bedrohten Arten usw. Diese Regeln sollen verhindern, dass im Eilverfahren mal eben die Landschaft zerstört wird, ohne vorher die Folgen zu kennen. Den Ratsmitgliedern sei gesagt: Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.

Schäden an Natur und Umwelt
Es hat sich wohl noch nicht überall herumgesprochen, wie bedrohlich der Artenschwund auch für das Überleben der Menschen ist. Stattdessen haben viele Kommunalvertreter schon die nächsten Gewerbegebiete auf ihrer Wunschliste – mitten im Naturpark!
Das Rothaargebirge ist nicht nur Heimat für selten gewordene Tier- und Pflanzenarten, es enthält auch die größten unzerschnittenen verkehrsarmen Räume in Deutschland. Für Leute, die nur inWirtschaftswachstumsphantasien leben, sind das natürlich keine bedenkenswerten Argumente. Es sei daran erinnert, dass es für Lützel keine Ortsumgehung geben wird, weil aus naturschutzfachlichen Gründen keine vertretbare Trasse gefunden werden konnte. Dieses Ergebnis könnte auch für Erndtebrück am Ende des Planungsprozesses stehen. Gemessen am fiktiven Bedarf wäre das bestimmt nicht die schlechteste Lösung.