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Corona- Pandemie

Alle Veranstaltungen müssen (und wollen) wir absagen. Gesundbleiben ist momentan wichtiger ...

 

In eigener Sache:

Den Naturpark Rothaargebirge gibt es nicht mehr.  Durch Zusammenlegung der Naturparke Rothaargebirge, Homert und Ebbegebirge zum Naturpark Sauerland-Rothaargebirge war auch der Name unseres Vereins nicht mehr richtig. Wir haben deshalb "Naturpark" aus dem Vereinsnamen gestrichen. Unser Wirkungskreis war auch in der Vergangenheit nicht auf das Gebiet des Naturparks beschränkt, sondern auf das Kreisgebiet Siegen- Wittgenstein und das Rothaargebirge. Auf eine Ausweitung unseres Aktionsraumes auf alle Gebiete des neuen Naturparkes haben wir bewusst verzichtet. Unsere Stärke liegt im Wissen und Handeln unserer Mitglieder vor Ort. Beurteilungen in Natur- und  Landschaftsschutzangelegenheiten nur "nach Aktenlage" sind uns vollkommen fremd - und das soll auch so bleiben!

Die Idylle trügt - Wanderung und fachkundiger Führung durch das Edertal bei Raumland

Das Gute liegt so nah! Im Kreis Siegen- Wittgenstein liegen die Erholungsgebiete "um die Ecke". Mit dem Premiumwanderweg "Schieferpfad", dem Ederradweg und dem Schieferbergwerk trumpft der kleine Ortsteil Raumland auf. Der Wanderparkplatz ist voll. Hier wird fleißig geradelt und gewandert. Die große Politik und der Klimawandel sind scheinbar weit weg. Allerdings nur auf den ersten Blick. 

 bkaefer

Unter der Rinde  sieht es anders aus: Borkenkäferbefall (Buchdrucker) einer Fichte (Bild: mpo2019)

Revierförster Hendrik Engelhard konnte während der Wanderung engagiert und fachkundig die Fragen der Teilnehmer beantworten. Die steigenden Temperaturen in Kombination mit der ausgeprägten Trockenheit hätten dem Wald auch in Wittgenstein zugesetzt und den Borkenkäfer stark bekünstigt. Das momentane Waldsterben sei das logische Resultat dessen. Selbst die heimischen Buchen weisen irreversibele Trockenschäden auf. Der Wald sei der Indikator, der deutlich zeige, wie weit der Klimawandel fortgeschritten ist. Der Wald, als natürlicher CO2 Speicher, ist aber auch eine Möglichkeit dem Klimawandel entgegenzuwirken. Auch deshalb gab es deutliche Worte in Richtung Politik: Die Sparpolitik in der Forstwirtschaft muss ein Ende haben. Finanziel und personell sind große Anstrengugen nötig, viel mehr als momentan geplant. Natürlich war auch das Spannungsfeld zwischen Waldwirtschaft und Naturschutz Thema und Grund für angeregte Diskussionen. Vereinfacht: Zwischen Mono - Fichten - Stangenäcker (damit wird das Geld erwirtschaftet) und naturnahen Mischwald (damit wird man dem Naturschutz gerecht) gibt es ein Zielkonflikt. Hier bedarf es allerdings schnelle gesellschaftspolitische Antworten. Das werden die Waldbauern nicht alleine stemmen können! Zum Weiterlesen und Vertiefung in das Thema empfehlen wir die  BundesBürgerInitiative Waldschutz (BBIWS) und die Forderung nach einem neuen Bundeswaldgesetz (link).

Die Reihe Naturlokal wird fortgesetzt: "Mobilität - Sind wir noch richtig unterwegs?" ist der Arbeitstitel unserer nächsten Veranstaltung. Infos gibt es dann hier.